Die Haupstadt Neuseelands hat uns nach einigen verregneten Tagen im Taranaki Gebirge mit strahlend blauem Himmel begrüßt. Und das trotz ihres schlechten Images als windigste Stadt. Zugegeben, am Mount Victoria, von dem aus man über die ganze Stadt und die Bucht schauen kann, hat es uns fast umgeweht. Aber der Ausblick hat das wieder wett gemacht.

Nur eine Stunde Fahrt von Wellington beginnt auch schon eines der vielen Weingebiete: die Hawkes Bay Gegend ist berühmt (zumindest in Neuseeland selbst) für sein Pinot Noir, der hier unter ähnlichen Bedingungen wächst wie in der Region um Burgund. Wir haben auch nach dem Weinseminar letzten Winter immer noch keine Ahnung von Wein und unterscheiden lediglich zwischen Kopfschmerz-Getränk und Nicht-Kopfschmerz-Getränk und rot und weiß. Wir hatten keine Kopfschmerzen nach zwei Weingütern, also muss es wohl guter Wein sein. Auch die Gegend ist sehr schön, mit den vielen kleinen Weingütern zwischen den Bergen.

Von dem kleinen Örtchen Martinborough erstreckt sich das Weinanbaugebiet bis Napier im Norden. Dort haben wir auch noch Halt gemacht. Denn die Stadt ist nicht nur für guten Wein bekannt, sondern vor allem für seine vielen alten Häuser, die im Art Deco Stil gebaut sind (und nicht, wie sonst in Neuseeland üblich, viktorianisch). Die Stadt wurde 1931 fast komplett von einem schweren Erdbeben zerstört. Die Häuser wurden dann alle im Stil der Zeit neu errichtet und Napier gilt heute bei einigen als die schönste Stadt Neuseelands. Leider waren wir gerade nicht zum jährlichen Gatsby Fest hier, was bei dieser Stadt ja fast schon obligatorisch gewesen wäre. Schade, aber eine kleine Zeitreise konnten wir auch beim Stadtrundgang machen.