Melbourne wurde gerade mal wieder zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. Und das können wir nur allzu gut nachvollziehen. Trotz Kälteschock nach der Landung aus Bali (von 36 auf 6 Grad), haben wir uns hier sofort wohlgefühlt und gleich bereut, nur zwei Tage zu bleiben.

Wer ist die Schönste – Sydney oder Melbourne?

Falls man nicht gleich auf den ersten Blick sieht, dass Melbourne ‘ne echt klasse Stadt ist, bekommt man es zur Sicherheit ganz oft von den Einwohnern gesagt. Bei einer ausgedehnten Stadtführung von Studenten zum Beispiel: die tollsten Museen, das größte Stadion, die coolste Street Art… der südlichen Hemisphäre. Das ist nicht ganz so beeindruckend wie es sich anhört (nur 10% der Bevölkerung leben auf der Südhalbkugel).

Aber es sind auch nicht so sehr die architektonischen Highlights oder berühmte Kunstwerke, die die Stadt so lebenswert machen. Sondern die Lebensqualität. Stylishe Cafés und Restaurants aus aller Welt wechseln sich ab mit bunten Straßenzügen, schönen viktorianischen Häusern und vielen kleinen Gallerien und Ausstellungen. Und in nur 15 Minuten mit der Straßenbahn ist man im malerischen Stadtteil St. Kilda und damit direkt am Meer. Trotz der vielen Möglichkeiten, die Melbourne bietet, schien uns die 4 Millionen Stadt nie hektisch oder überlaufen. Im Gegenteil: es gibt erstaunlich wenig Verkehr und alle wirken sehr entspannt. Die Schönheit ihrer Stadt sehen die Melbournians in ständiger Konkurrenz zu Sydney. Dazu können wir leider nichts sagen. Aber Sydney müsste schon eine mächtig tolle Stadt sein, um Melbourne den Rang abzulaufen.

Bei der (kostenlosen) Stadtführung haben wir so ziemlich jede wichtige Ecke des historischen und modernen Melbournes gesehen. Deshalb konnten wir die restliche Zeit nutzen, um einfach durch die Stadt zu schlendern (und uns mit warmen Sachen für den bevorstehenden Neuseeländischen Winter einzudecken). Dabei lohnt es sich, auch mal einen Blick in die vielen kleinen Gässchen zu werfen. Die sind vollgepackt mit cooler Street Art und netten Cafés. Wir haben es uns natürlich auch nicht nehmen lassen, uns jeden Tag mit Dumplings vollzustopfen. Ein Drittel der Melbournians sind nämlich Chinesen. Entsprechend hoch ist die Dichte an fantastischen chinesischen Restaurants.

Leider ging’s nach nur zwei Tagen in Melbourne schon weiter. Wir wären gern noch länger geblieben, um einfach nur die Stadt zu genießen. Aber der Abschied fällt weniger schwer, wenn danach Neuseeland ansteht!