Treffen sich zwei Platten. Ende vom Witz. Denn was dann passiert ist nicht lustig. Neuseeland liegt genau auf der Spalte der Australischen und Pazifischen Platte und ist deshalb hochgradig Erdbeben-gefährdet und weist hohe vulkanische Aktivität auf. Das hat sich zuletzt 2010 bei dem schweren Beben in Christchurch bemerkbar gemacht und auch immer mal wieder in kleineren Vulkaneruptionen um den Lake Taupo herum. Aber die Gegend ist weniger für gefährliche Aschewolken bekannt, als ihre heißen Quellen, Geysire und geothermalen Parks, die man völlig angstfrei besichtigen kann.

Mondkrater, Schlammpools und schäumende Geysire

Der wunderschöne Taupo See im Zentrum der Nordinsel ist der größte See Neuseelands und eigentlich ein schlafender Supervulkan. Klingt erstmal beängstigend, aber der Vulkan ist das letzte Mal 180 n.C. ausgebrochen. Dann aber gleich so schlimm, dass es den Himmel in China und Europa rot gefärbt hat. Seitdem ist er ein friedliches Wassersportgebiet, auf dem wir mit dem Segelboot herumgeschippert sind. Besonders spannend sind die geothermalen Parks rund um Taupo und Rotorua. Kleine und große Krater in allen Farben, aus denen heißer Dampf aufsteigt oder Schlamm brodelt. Es gibt sogar noch ein paar wenige Geysire. Der größte – der Pohutu Geysir – bricht bis zu zwei Mal in der Stunde aus und speiht heißes Wasser bis zu 30 Meter hoch.

Endlich wieder Badewanne

So ein Supervulkan unterm Hintern hat auch einige Vorteile. Zum Beispiel kostenloses heißes Wasser. Das kommt dann in entweder ganz natürlich in Seen und Flüssen zum Vorschein, oder wird von den zahlreichen Spas in kleine Pools geleitet und auf Badetemperatur heruntergekühlt. Nachdem ich zwischenzeitlich schon mal meine Badewanne schwer vermisst habe, waren die 36-42 Grad heißen Pools meine Rettung.