Neuökos, Yoga Muttis, besoffene Australier, selbsternannte digital Nomads und Selfie-jagende Chinesen – Bali lockt wirklich jeden an. Mit seinen grünen Reisfeldern, endlosen Stränden und hunderten Tempeln ist ja auch für alle was dabei. Wir waren anfangs etwas überfordert von den schier unendlichen Möglichkeiten der Insel. Mit unserem Roller haben wir uns aber irgendwann durch Verkehr und Sehenswürdigkeiten gefunden und das Beste aus sechs Tagen Bali gemacht.

Ubud – Kulturzentrum und Yoga-Mekka

Von Java aus sind wir mit der Fähre und dem Bus nach Ubud gefahren. Die Stadt im kühleren Norden ist umgeben vom Dschungel und wunderschönen Reisfeldern und -terrassen. Die angeblich schönsten – die Tegallalang Reisterrassen – sind natürlich gut besucht, aber auch wirklich malerisch gelegen. Mit unserem rasenden Roller sind wir abseits der ausgetretenen Wege auf ebenso schöne Gegenden gestoßen, in denen wir mit ein paar Reisbauern und drachensteigenden Kindern ganz allein waren. Malerische Reisterassen fernab vom Touristenstrom findet man überall. Verfahren lohnt sich!

Einmal falsch abgebogen haben wir auch den wunderschönen Wassertempel Kawi Sebatu entdeckt, in dem sich die Gläubigen mit Wasser aus der heiligen Quelle waschen. Solche Tempel gibt es in und um Ubud einige, aber keiner war so schön und leer wie dieser. Vor allem am Sonntag, wenn tausende Hindus im heiligen Wasser des Tirta Empul ihre Sünden abwaschen.

Im Zentrum von Ubud kann man vor allem gut essen und Yoga machen. Entsprechend wimmelt es nur so von europäischen Yoga Muttis, die eine Tonne Kerosin verblasen, um dann im öko-veganen-ayurveda Urlaub Erleuchtung zu finden. Und veganer Kuchen is auch nix. Wir haben lieber die vielen Spas für eine Massage und Rundumerneuerung genutzt und ein paar Souvenirs geshoppt. Für tibetische Klangschalenmeditation, Gesprächskreise mit Heilern und Yin-Yoga in der top Yoga Schule Ubuds hatten wir nach den vielen Reisterrassen und Massagen leider keine Zeit. Voll schade.

Sonne, Strand, Sanur

Das Mallorca Asiens samt besoffener Australier findet man übrigens im Süden Balis am Strand. Deshalb haben wir darum einen großen Bogen gemacht und nur eine Nacht in Sanur verbracht. Die kleine Küstenstadt ist für uns Ausgangsort nach Lembongan. Die kleine Insel liegt 60 Bootsminuten von Sanur entfernt und verspricht schönere und leerere Strände als Bali. Wir sind gespannt.

P.S. Warum ist dieser Beitrag so kurz? Weil sich schon genügend Leute über die unfassbar tolle Athmosphäre auf Bali ausgelassen haben und wir deshalb lieber die Bilder sprechen lassen. Hier ist noch ein schöner Wasserfall: