Ich finde den Ausdruck Weltreise ja etwas überstrapaziert. Und undefiniert. Wann hat man denn eine Weltreise gemacht? Wenn alle sieben Kontinente bereist wurden? Man vom Kap der Guten Hoffnung zum Weihnachtsmann gereist ist? Wenn man einmal die Uhr 24 Stunden zurückstellen musste beim Überqueren der Datumsgrenze? Oder sogar jedes Land dieser Welt einmal gesehen hat? Oder hat man schon eine Weltreise gemacht, wenn man 40.000 Kilometer gereist ist, also die Strecke des Erdumfangs zurückgelegt hat?

Wir machen (leider) keine Weltreise. Auch, wenn wir sogar mehr als den Erdumfang auf dem Kilometerzähler haben werden, wenn wir im Herbst wieder im Giesinger Brauhaus sitzen. Wie viel genau, das wissen wir selbst noch nicht. 48.000 Kilometer werden es auf jeden Fall sein. Denn das entspricht der bereits gebuchten Flugstrecke von München nach Singapur, weiter nach Myanmar, Indonesien, Melbourne, Neuseeland, auf die Cook Inseln und wieder zurück nach München über Singapur. Was dazwischen kommt? Wissen wir auch noch nicht genau. Ein paar Wunschziele haben wir natürlich schon: Die Pagoden in der Königsstadt Bagan, der Dschungel Sumatras, in dem noch einige wilde Orang Utans leben, die Traumstrände von Bali und Aitutaki, die Food Courts von Singapur und natürlich die wunderschönen Küsten und Berge Neuseelands. Diese Liste ist mehr als unvollständig, wird aber in den kommenden Wochen beträchtlich wachsen. Und weil wir eine Frage immer wieder gehört haben: Ich freue mich am meisten auf drei Wochen Neuseeland mit dem Wohnmobil und den Dschungeltrip zu den Affen. Philipps Vorfreude steigt, wenn er ans Surfen auf Bali und die einsamen Strände der Südsee denkt.

Die erste Station wird Singapur sein. Bis dahin müssen wir noch einiges vorbereiten, denn auch eine Nicht-Weltreise will gut vorbereitet sein: Unsere Wohnung räumen wir für die Untermieter aus – Münchner Mieten haben leider nicht mehr ins Reisebudget gepasst. Dann werden die Objektive ordentlich poliert und wir nehmen noch ein paar Flugstunden mit Philipps neuem Spielzeug. In der letzten Woche sind wir auf Abschiedstournee bei der Family. Oma noch mal beruhigen, dass wir keinen Extremsport betreiben, nicht zu tief in den Dschungel laufen und auch keine Tiger streicheln.

Zum Schluss folgt der unangenehme Teil: Rucksack packen. Philipp ist optimistisch, dass ihm Klamotten für eine Woche reichen. Ich verdränge das Thema noch ein bisschen und erfreue mich bis dahin am leuchtend grünen Survival Paket (vor allem toll: die Mini-Toilette für unterwegs!) meiner Kollegen, das mit Sicherheit noch irgendwo rein passt.

Der nächste Beitrag folgt alsbald aus Singapur.

P.S. Für alle, die zu faul sind, diese Texte zu lesen (Caro, du bist gemeint), möchten wir hier noch auf die wunderschöne Kartenfunktion hinweisen. Da könnt ihr auf einen Blick sehen, wo wir gerade sind und wie es dort mit unseren Augen (bzw. durch Philipps Kamera) aussieht. Alternativ: Bilder auf Insta gucken.